Verkündigen – aber richtig

Stefanie Stappert aus Herzfeld gestaltet Kirchenbeiträge für Radio WAF

 

Herzfeld (pbm/acl). 90 Sekunden hat Stefanie Stappert künftig Zeit, um ihre Botschaft an die Frau und den Mann zu bringen – oder genauer gesagt an die Hörerin und den Hörer. Denn die Pastoralreferentin aus der Pfarrei St. Ida in Herzfeld und Lippborg wird regionale „Augenblick mal“-Beiträge“ bei Radio WAF produzieren. In loser Reihenfolge gestaltet sie mit weiteren Autorinnen und Autoren aus dem Kreisdekanat Warendorf Kurzbeiträge aus der katholischen Kirche exklusiv für den Lokalsender des Kreises.

 

Bildunterschrift: Künftig wird Pastoralreferentin Stefanie Stappert aus Herzfeld, wie bei dieser Übung, häufiger in ein Mikrophon sprechen: Sie wird „Augenblick mal“-Beiträge für Radio WAF produzieren.

(Foto: Bischöfliche Pressestelle/Ann-Christin Ladermann)

„Ich freue mich auf diese Herausforderung“, sagt die 30-Jährige und fügt hinzu: „Aber ich habe auch Respekt davor.“ Während sie beim Predigen in der Kirche mehrere Minuten zur Verfü-gung hat, müsse sie nun in 90 Sekunden einen konkreten Gedanken auf den Punkt bringen – bestenfalls garniert mit Originaltönen, von Messdienern, Pfadfindern, Pilgern oder anderen, je nach Thema. Herausforderung und zugleich Chance – so sieht es die Pastoralreferentin mit Blick auf das Medium. „Über das Radio erreichen wir viele Menschen im Kreisdekanat Wa-rendorf, auch solche, die keinen direkten Bezug zur Kirche haben“, erklärt Stappert.
Das Handwerkszeug für das richtige Verkündigen im Radio hat Stappert gemeinsam mit ihren Kollegen bei einer zweitägigen Fortbildung des Bistums Münster gelernt. Jennifer Sünder-kamp, Atem-, Sprech- und Stimmlehrerin, weihte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Ostbevern, Herzfeld, Coesfeld und Sassenberg mit mehreren Übungen in das Zusammenspiel von Stimme, Atmung und Körperhaltung ein. „Sie können Spannung im Text ebenso weiterge-ben wie ein Wohlgefühl“, informierte die Trainerin und gab den Tipp: „Binden Sie ihre Kör-perbewegungen beim Sprechen ein. Das ist eine gute Unterstützung für die Stimme.“ In kurzen Interview-Trainings erhielten die Teilnehmer ein Gefühl für das Sprechen vor dem Mikrophon.
„Ziel des Projektes ist es, glaubensbezogene Impulse mit Themen und Stimmen aus der Region zu besetzen“, erklärt Martin Wißmann von der Rundfunkarbeit im Bistum Münster. Sowohl Radio WAF als auch das Bistum Münster profitiere davon: „Menschen aus der Region sprechen zu Menschen in der Region“, sagt Wißmann.
Die katholischen Beiträge aus dem Kreis Warendorf werden an Werktagen in ungeraden Ka-lenderwochen meist auf dem Programmplatz um 18:23 Uhr von Radio WAF gesendet. „Unsere Autoren können so bis zu 26 Sendewochen im Jahr bespielen“, erklärt Wißmann, „in der Regel liefen sie einen Beitrag pro Woche“.