Die "Initiative Trauerpastoral" (ITP) mit ihren unterschiedlichen Aufgaben

Schon wieder ein neues Kürzel in unserer Pfarreien-Kirchen-Sprache. ITP heißt „Initiative Trauerpastoral“.

 

Was sich dahinter verbirgt, möchte ich Ihnen und Euch in einigen Zeilen vorstellen. Seit Anfang des Jahres 2019 bin ich mit 50 % für den Bereich der Trauerseelsorge in Lippetal beauftragt. Im März 2019 traf sich eine Gruppe von an diesem Thema interessierten Frauen und Männern. 16 Personen kamen zusammen! ITP ist der Überbegriff für kleinere Gruppen, die sich mit dem Thema Trauer in unseren Pfarreien Jesus Christus Lippetal und St. Ida in Herzfeld und Lippborg beschäftigen und dabei Aufgaben übernehmen.

 

Eine Gruppe hat einen Ordner mit Abschiedsgebeten zusammengestellt, der mit CDs und einem anderen Buch in jedem Pfarrbüro ausgeliehen werden kann, wenn jemand im Freundes- oder Nachbarschaftskreis gebeten wird, für einen Verstorbenen ein Abschiedsgebet, manche sagen dazu auch Totengebet oder Rosenkranzgebet, vorzubereiten.
 

Andere bereiten die im Laufe eines Jahres stattfindenden Gedenkgottesdienst vor. Für dieses Jahr 2020 sind noch folgende Termine angedacht:

 

Mittwoch, 18. November um 18.30 Uhr in Oestinghausen und am Dienstag, dem 22. Dezember um 17.00 Uhr in Hultrop.

Ein Besuchsdienst für trauernde Angehörige ist an den Start gegangen. Beim Trauergespräch vor der Beerdigung erfragt der Priester behutsam ob ein solcher Besuch nach ca. 6 bis 8 Wochen willkommen ist. Dann übergibt er mir die Kontaktdaten und jemand aus dem Besuchsdienstkreis schickt nach einigen Wochen eine Karte an die trauernden Angehörigen, um einen Anruf anzukündigen, in dem ein Termin für einen Besuch vereinbart wird. Es ist ein ganz unverbindliches Angebot und jede und jeder darf auch ablehnen. Für uns vom Besuchsdienst ist es jedoch auch eine christliche Aufgabe, „Trauernde zu trösten“, wie es in der Heiligen Schrift heißt. Wir erleben sehr berührende Besuche und freuen uns, wenn die eine oder der andere einem solchen Besuch zustimmt.

 

Seit Anfang 2019 übergeben wir in unseren 6–Wochen–Feiern am Ende des Gottesdienstes eine Kerze an die Angehörigen, damit ihnen ein Licht auf ihrem Trauerweg leuchten möge. Auch hier haben uns die schönen Rückmeldungen sehr berührt!

In 2020 starten die inzwischen zweimal jährlich stattfindenden Trauergruppen in das fünfte Jahr. Das Bischof Finnemann Haus in Hultrop bietet einen guten und geschützten Ort, an dem sich die Menschen über ihre Gefühle, Sorgen und Ängste austauschen können. An den acht Gruppenabenden entwickeln sie Handlungsmöglichkeiten, wie sie gestärkter ihren Alltag meistern können und entdecken viele Gemeinsamkeiten auf dem zugleich sehr individuellen Weg durch ihre Trauer.  Es ist schön zu sehen, dass dieses Angebot auch über die Grenzen des Lippetals hinaus angenommen wird. Für den Herbst 2020 sind die Termine aufgrund der Coronapandemie ein wenig nach hinten verschoben worden. Die neuen Daten sind hier auf der Homepage zu finden.

 

Was wir bald einmal anbieten möchten ist: „Pilgern mit der Trauer“. Noch ist ein Teil der Gruppe dabei, selbst den einen und anderen Pilgerweg unter die Füße zu bekommen. Es werden Tageswege sein, keine langen Strecken, so dass möglichst vielen die Anforderungen des Weges entgegenkommen werden.

 

Den Frauen und Männern, die sich in der Initiative Trauerpastoral engagieren sei von Herzen für ihre Zeit, ihre Ideen und die Wärme, die sie in die unterschiedlichsten Begegnungen bringen, gedankt!

 

Stefanie Rosenwick

 


Wenn der Himmel in unsere Nacht fällt

– Gedenkgottesdienst am 18.11.2020
(sr) „Wenn der Himmel in unsere Nacht fällt“ – zu diesem Thema findet am Mittwoch, 18.11.2020 um 18.30 Uhr ein Gedenkgottesdienst in der Kirche in Lippborg statt.
Eingeladen sind alle, die um einen Menschen trauern, um jemanden aus dem Familienkreis, um einen Nachbarn oder einen Freund oder eine Freundin. Diese Tage, diese Zeit ist in mancher Hinsicht in ihrer Herzlichkeit eingeschränkt. Vielleicht ist es daher wohltuend, wenn auch auf Abstand, zusammen zu kommen, um miteinander Eucharistie
zu feiern, um, wenn auch eingeschränkt, Gemeinschaft zu spüren, Melodien und Texten zu lauschen und zu spüren: hier ist meine Trauer aufgehoben. An diesem Ort und in diesem Gottesdienst braucht sich niemand seiner Tränen zu schämen.
Uns ist es wichtig bei diesem Gottesdienst niemanden unter Umständen wegen einer zu großen Zahl an Besucher/innen nach Hause schicken zu müssen. Deshalb bitten wir Sie, sich hierfür anzumelden. Die Anmeldungen nimmt ausschließlich das Pfarrbüro in Herzfeld entgegen, entweder per Telefon 02923 508 oder per E-Mail pfarrbueroherzfeld@katholisch-in-lippetal.de. Es besteht die Möglichkeit, dass sich pro Familie maximal 4 Personen anmelden können. Bitte bringen Sie einen ausgefüllten Kontaktzettel für jede teilnehmende Person zum Gottesdienst mit, das erleichtert die Arbeit des Ordnungsdienstes an diesem Abend. Er liegt in allen Kirchen in Lippetal aus oder kann auf unserer Homepage www.katholisch-in-lippetal.de heruntergeladen werden. Bitte bringen Sie einen Mund-Nasen-Schutz mit!
Wir freuen uns, wenn Sie an diesem Gottesdienst teilnehmen und wir Sie dort begrüßen dürfen.


Abendgebete auf den Friedhöfen

(sr) Wir, Mitarbeitende in der Initiative Trauerpastoral, laden herzlich zu Abendgebeten auf den Friedhöfen ein. Wir möchten mit Ihnen am Abend zusammenkommen, den Tag ausklingen lassen und an diesem friedlichen Ort, wie das Wort „Friedhof“ es ja auch ausdrückt, an die verstorbenen geliebten Menschen denken.

Bewusst haben wir Termine nach dem Erntedankfest gewählt. Danke zu sagen für den Menschen, den ich verabschieden musste, für die Erinnerungen, die ich mit ihm verbinde, für gemeinsame Jahre, all das kann Raum finden in Texten, Musik und Liedern, die diese halbe Stunde am Abend begleiten, wenn wir Glück haben, auch ein Sternenhimmel, sicher aber Gottes Segen, den wir Ihnen auch gerne am Grab zusprechen, wo Sie ein von uns geschenktes Licht entzünden mögen. Eingeladen sind alle, ob Sie nun einen geliebten Menschen auf dem jeweiligen Friedhof begraben haben oder ob Sie mit anderen ganz einfach am Abend für einen ruhigen Moment zusammenkommen möchten. Wir beginnen gemeinsam an einem Ort auf dem Friedhof, den Sie beim Ankommen sehen werden. Bitte achten Sie auf den momentan erforderlichen Abstand!

Die Termine und Orte sind:

Montag, 5. Oktober, 17.30 Uhr Herzfeld und 19.00 Uhr Hovestadt

Mittwoch, 7. Oktober, 18.30 Uhr Lippborg

Freitag, 9. Oktober, 17.30 Uhr Hultrop und 19.00 Uhr Oestinghausen

Wir freuen uns auf die Begegnungen mit Ihnen an diesen Abenden.

Sollte es regnen, entfallen die Termine!


Abschiedsgebete in unseren Pfarreien

Eine Gruppe von Ehrenamtlichen hatte es sich zur Aufgabe gemacht, einen Ordner mit unterschiedlichsten Abschiedsgebeten, manche nennen sie auch Totengebet, zusammenzustellen.

In der Gruppe hat sich der Begriff des Abschiedsgebetes geprägt, weil sich damit ein Auftrag verbindet, nämlich der / die Verstorbenen mit Gebeten, Liedern, manchmal auch Schweigen und Tränen von dieser Welt zu verabschieden. Als Christen und Christinnen ist es unser Glaube, d.h. unsere Hoffnung, dass die geliebten Menschen in Gottes Welt eintauchen dürfen und bei ihm aufgehoben sind.

Dafür bitten und beten wir mit den Angehörigen, Verwandten, Nachbarn, Freunden und Bekannten in dieser halben Stunde des Abschiedsgebetes. Es ist ein zutiefst christlicher Dienst, und so sei an dieser Stelle ein sehr herzliches Dankeschön gesagt an all die Frauen und Männer, die sich immer wieder zu diesem Dienst bereit erklären.

Der Ordner ist in einer Tasche zusammen mit einem weiteren Buch und zwei CDs in den Pfarrbüros in Herzfeld und Oestinghausen und in Lippborg bei Ida Brentrup im Geschäft hinterlegt und kann dort zu den Öffnungszeiten ausgeliehen werden.

 

Wer immer Material für die Gestaltung eines Abschiedsgebetes benötigt, kann sich diese Taschen ausleihen. In unseren Pfarreien wird das Abschiedsgebet zumeist noch im nachbarschaftlichen Kontext vorbereitet. Immer wieder erfahren wir aber auch, dass sich niemand findet. Entweder fühlen sich die Gefragten zu unsicher, mit dem Thema überfordert oder Familien sind zugezogen und wissen gar nicht, wen sie ansprechen sollen. Für solche Situationen gibt es einen Kreis von 18 Menschen, die zur Verfügung stehen, wenn im nachbarschaftlichen oder freundschaftlichen Umfeld niemand ein Abschiedsgebet übernehmen kann. Die Kontaktdaten für diese Personen können in den Pfarrbüros erfragt werden.

Ein herzliches Dankeschön an die 18 Menschen, die für diesen Dienst zur Verfügung stehen.


Trauerbegleitung

 

Durch den Tod eines geliebten Menschen gerät das eigene Leben aus der Bahn. Nichts scheint mehr zu sein wie zuvor und Vieles gerät in ein Ungleichgewicht. Trauer braucht Raum und Zeit, braucht Erlaubnis und Bestätigung.

Die Erfahrung zeigt auch, dass Trauernden ein Kreis Gleichbetroffener guttun kann, in dem sie sich austauschen und gegenseitig unterstützen können.

Im Herbst 2020 bieten wir eine neue Trauergruppe an. In geschützter Atmosphäre können sich die Teilnehmenden über ihre je eigene Trauer austauschen. Informationen dazu finden Sie hier.
Ziel ist es, die Trauernden über einen Zeitraum von acht Abenden, in einem ca. zweiwöchigem Rhythmus, zu begleiten und zu stützen, um sie zu befähigen, ihren je eigenen Trauerweg zu gehen, damit neue Lebenskraft wieder wachsen kann.
Der Tod des geliebten Menschen kann einige Monate aber auch Jahre zurück liegen.

Die Teilnahme ist nicht an eine Konfession gebunden.

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Trauerbegleitung Flyer 2021.pdf
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