„Glaubenszeichen am Wegesrand“

Es ist ein guter, alter Brauch, Häuser und Gehöfte in die Obhut von Bildstöcken oder Kreuzen zu stellen. Oder es wurden sogenannte Wegkreuze errichtet aus den verschiedensten Motiven, z. B. Erfüllung eines Gelübdes, Gedenken an Unfallopfer, Haltepunkte für Prozession, Dank für den glücklichen Ausgang einer Krankheit oder andere traurige oder frohe Anlässe. So wurden auch in gleicher Weise oft Baumgruppen um all diese Kreuze errichtet, die heute noch teilweise die Schönheit und Stimmung der Landschaft pflegen. Alle diese spirituellen Orte sollen uns Menschen, oft getrieben von der Zeit, einladen, einen Augenblick zur Ruhe zu kommen, innezuhalten und unseren äußeren und inneren Blick auf Gott zu richten.


Bildstock des Monats Mai 2021

 

Herzfeld - Marienbildstock der Familie Kerkhoff

 

Schachtrup, Diestedder Straße 81

 

 

 

Dieser Bildstock ist eine Mariendarstellung. Er ist ein Relief und zeigt Maria im Strahlenkranz als Königin mit einem Zepter in der rechten Hand und Jesus auf dem Schoß, auf einer Wolke thronend.

 

Eingerahmt wird das Relief von zwei Säulen mit Kapitellen, die mit Engelsgesichtern und Schneckenornamenten verziert sind, darüber ein Bogen. Wann das Werk entstanden ist, ist unbekannt, es ist vielleicht aus der Zeit der Renaissance (evtl. 18. Jahrhundert). Die Verzierungen des Reliefs weisen darauf hin.

 

Besitzer des Hofes von Wilhelm und Ida Kerkhoff geb. Hemmis wird im 18. Jahrhundert Kaufmann Joannes Bernadus Kirchhoff (geb. 1770) und seine Frau Anna Elisabeth geb. Kuckuck (geb. 1719). Er stammte von Kirchhoff in Rassenhövel, später Besitzer war Knepper, ehemals Gasthof Nordhaus (heute Familie Ruven Kraes). Sie betrieben einen Eisenwarenhandel und verkauften u. a. Öfen. Herde und Fenster in einem größeren Umkreis. Zu der Zeit könnte der Marienbildstock aufgestellt worden sein.

 

Der Name Kirchhoff ist durch die plattdeutsche Sprache zu ,,Kerkhoff" geworden.

 

Bevor in den siebziger Jahren die Diestedder Straße ausgebaut wurde, stand der Bildstock ca. 50 m weiter südlich versteckt in einer Hecke gegenüber dem Haus von Belke.

 

 

 

Gebet

 

 

 

Maria, du bist die Himmelskönigin,

 

unseres Gottes Gebärerin;

 

du bist des Schöpfers Ruhm und Zier,

 

du bist des Paradieses Tür,

 

du bist des Höchsten Freud und Leben,

 

ein Tempel der Dreifaltigkeit;

 

durch dich wird uns Barmherzigkeit

 

von Gott erzeugt und gegeben.

 

 

 

Angelus SiLesius (1624 - 1677)

 

 

 

Aus: Gottes Spuren in Häusern und Fluren – S. 58

 


Bildstock des Monats April 2021

 

Kreuzigungskapelle auf dem Friedhof in Oestinghausen

 

 

 

Die Geburtsstunde der heutigen Kreuzigungskapelle liegt im vorigen Jahrhundert. Als der Friedhof 1835 seiner Bestimmung übergeben wurde, war in der Mitte der Fläche eine Kreuzigungsszene mit zwei Steinfiguren aufgestellt. Zu dieser Zeit wurde der Ort mit dem Kreuz und den Figuren der Maria und des Johannes >>Kalvarienberg<< genannt. Im Laufe der Zeit wurden zwei weitere Figuren gestiftet: Der Hauptmann und Maria Magdalena. Im Gegensatz zu den vorhandenen Steinfiguren waren die gestifteten Figuren aus Holz gefertigt. Eine Bürgerinitiative überdachte diese Figurengruppe später mit einem festen Bau. Der Bau mit fast quadratischer Grundfläche öffnet sich nach Süden mit einem großen Torbogen. Auf einem Sockel steigen die Wände auf, Lisenen gliedern die äußeren Wandflächen, die mit einem flachen Pyramidendach abgeschlossen werden. Den Fußboden bilden große Tennenplatten.

 

Im Jahre 1920 beschloss die Kirchengemeinde, die Kapelle zur Gedächtnisstätte die Gefallenen der Kriegsjahre 1914/1918 umzuwidmen. Der Metallkünstler Hugo Bürger fertigte zwei Metalltafeln an, in die er die Namen der Gefallenen Kirchspielorte und an den Tafelrändern mit Zierwerk schmückend erhaben einprägte. Die Tafeln hängen rechts und links an den Seitenwänden.

 

1921 malte der Dombaumeister Matern aus Paderborn die Kapelle innen mit Ranken- und Blumenmotiven aus. Diese Ausmalungen wurden in folgenden Jahren mehrmals wieder überstrichen und erst bei den letzten Renovierungsarbeiten wiedergefunden. Im Nachlass des Metallkünstlers Bürger wurde ein Foto entdeckt, das die von ihm geschaffenen Metalltafeln vor einem mit Blumen und Ranken bemalten Hintergrund zeigt. Durch Abtragen der verschiedenen Farbschichten konnte der ehemalige Hintergrund stellenweise freigelegt werden. Eine gut erhaltene Fläche der Ausmalungen des Dombaumeisters haben die Restauratoren in einem Fenster sichtbar erhalten.

 

Nachdem der Krieger- und Landwehrverein Oestinghausen 1925 eine Gedächtnisstätte auf dem Romberg einweihte, dient die Kapelle jetzt zur stillen Betrachtung und zum Gebet. Sie steht unter Denkmalschutz.

 

Text aus: Glaubenszeichen am Wegesrand im Pfarrverbund Jesus Christus Lippetal

 


Wegekreuz des Monats März 2021

 

Lippborg Hofkreuz Tentrop, Löchtenknapp 7

 

Einweihung des restaurierten Hofkreuzes

 

Nun erstrahlt das neue Hofkreuz an der Hofeinfahrt in neuem Glanz. Dieses wurde in den Jahren 1947/48 von dem damaligen Hausherrn aus Dankbarkeit errichtet, weil er aus gesundheitlichen Gründen nicht in den zweiten Weltkrieg musste.

Leider ließ die Zeit ihre Spuren an dem Denkmal zurück. So hatte der Korpus des Jesus die Jahre nicht unbeschadet überstanden.

Die Familie nahm den runden Geburtstag von Johannes Tentrop zum Anlass, ihm einen neuen Korpus sowie eine neue Inschrifttafel für das Hofkreuz zu schenken.

Die Jesus-Statue wurde von Herrn Arns aus Niederbauer in Handarbeit aus Eichenholz gefertig

Das renovierte Hofkreuz mit dem „neuen Jesus“ erinnert nun weiterhin an die Dankbarkeit des damaligen Hofherrn.

Bei einer kleinen Andacht am 22. September 2018 wurde das Hofkreuz feierlich im Rahmen einer Familienfeier eingeweiht.

Unser Dank gilt der Pfarrgemeinde und Pater Harald Volk, Haus Assen, der die Einweihungsfeier übernahm.

Cornelia Röggener, Lippborg

 


Wegekreuz des Monats Februar 2021

 

Wegekreuz Sauermann, Bröckstraße, Hultrop

 

 

 

Der schon über 15 Jahren alte Gedanke, ein Wegekreuz zu errichten, ist im Jahr 2010 vom Erbauer Franz F. Sauermann Wirklichkeit geworden.

 

 

Am 22. Juni 2010 wurde das Kreuz in der Bröckstraße „am Lärger Eck“ aufgestellt und am 10. Oktober 2010 von Pfarrer Horst Klabes (+2013) eingesegnet. Die Einweihungsworte des Pfarrers drücken gleichzeitig auch die Gedanken des Ehepaares Franz und Monika Sauermann an alle vorübergehenden Menschen aus.

 

 

„Stärke alle Menschen, die dieses Kreuz ehren im Glauben, in der Hoffnung und in der Liebe.

Lass alle, die hier vorübergegen, im Schutz des gekreuzigten Erlösers geborgen sein.“

 


Hofkreuz des Monats Januar 2021

 

Schoneberg - Hofkreuz Pöpsel,
Schoneberger Straße

 

 

 

Das Kreuz Pöpsel steht neben dem Kapellengrundstück an der Schoneberger Straße. Besitzer ist Familie Wilhelm Pöpsel, deren Hof in der Nähe liegt.

 

 

 

 

 

Es wurde zur Erinnerung an die im Zweiten Weltkrieg gefallenen vier Söhne der Familie Pöpsel errichtet.

Ihre Namen sind auf dem Stein vor dem Kreuz verzeichnet: Alfons 4. April 1944 – Heinrich 23. Juni 1944 –

Theodor 20. August 1944 und Josef †3. November 1944.

 

 

Das Kreuz dokumentiert das Leid der Familie Pöpsel während des zweiten Weltkrieges.

 

Der Prophet Jesaja schreibt in seinem Buch über den Krieg:

 

Gott zeige uns seine Wege,
auf seinen Pfaden wollen wir gehen.
Denn von von Zion kommt die Weisung des Herrn,
aus Jerusalem sein Wort.
Er spricht Recht im Streit der Völker,
er weist viele Nationen zurecht.
Dann schmieden sie Pflugscharen aus ihren Schwertern
und Winzermesser aus ihren Lanzen.
Man zieht nicht mehr das Schwert,
Volk gegen Volk,
und übt nicht mehr für den Krieg.
(Jes 2,3-4)
Aus: Glaubenzeichen am Wegesrand im Pastoralverbund Lippetal

 

 


Hofkreuz des Monats Dezember 2020

Hofkreuz der Familie Möllenhoff

 Heckentruper Straße 4, Herzfeld

 

Das Steinkreuz baute im Jahre 1919 Frau Gertrud Möllenhoff geb. Jockenhövel zusammen mit den Kindern anläßlich der Hochzeit ihres Sohnes Heinrich mit Ida Renner. Die Vermählung war am 19. April 1920.

Die Buchstaben I N R I sind auf einer kleinen weißen Tafel eingraviert.

Auf dem Sockel ist zu lesen:

  „Mein Jesus Barmherzigkeit!“

 Gebaut 1919 von Familie Möllenhoff

 

Aus Anlass der Diamantenen Hochzeit von Ewald und Irmgard Möllenhoff, geb. Hanhoff, und zum 100jährigen Jubiläum des Hofkreuzes hat das Ehepaar 2019 eine Broschüre verfasst, in der auch die Hofgeschichte mit aufgenommen worden ist.

In der wechselvollen Geschichte war das Kreuz jahrelang eine der vier Stationen bei der Fronleichnamsprozession.

Ein besonderes Ereignis war sicherlich auch, als im Jahre 1996 anlässlich einer Fußwallfahrt durch das Bistum Münster von Gronau nach Herzfeld Bischof Dr. Reinhard Lettmann hier mit seiner Gruppe eine Pause einlegte. Nach einem Gebet, einigen Gesprächen und gestärkt mit „Ida-Wasser“ ging es dann weiter zur Hl. Ida.

Den 2. Weltkrieg hat das Kreuz unbeschadet überstanden, aber Vandalismus und Schäden durch Frost und Hitze, Eis, Schnee und Regen und vor allem Stürme (z.B. Kyrill am 18. Januar 2007) nagten an dem Hofkreuz.

Im Juli 2008 wurde das Kreuz stark beschädigt, aber die Täter wurden nie gefasst. Der Korpus war monatelang verschwunden und wie durch ein Wunder tauchte der Korpus in Sünninghausen wieder auf – allerdings ohne Beine.

Zur Goldenen Hochzeit im Jahr 2009 war es wieder repariert und wurde von Pastor Rolf Lohmann gesegnet



Bildstock der Monats November 2020

Bildstock Wortmann-Kapelle, Lippborg, Herzfelder Straße

 

Die Kapelle wurde im Jahre 1874 vom Grafen Matthias von Galen als Segensstation der Fronleichnamsprozession errichtet.

 

 

Bei der Flurbereinigung 1956/57 ging dieses offene Heiligenhaus in den Besitz der Familie Wortmann über.

 

Die nach Westen offene Kapelle wurde 2000 von Helfern der Kolpingsfamilie und der freiwilligen Feuerwehr Lippborg von außen und innen gesäubert und instandgesetzt. 

 

Am 15. Mai 2001 wurde die Kapelle von Pastor Dreymann im Rahmen einer feierlichen Maiandacht gesegnet.

 


Kreuz des Monats Oktober 2020

Kreuz in der Friedlandsiedlung, Stettiner Weg

 

Das Kreuz aus grünem Anröchter Sandstein steht inmitten der Siedlung, in der viele Heimatvertriebene nach dem Zweiten Weltkrieg ein neues Zuhause fanden. Es wurde von den Anwohnern im Jahre 1983 gebaut, die Initiative ging von Frau Gertrud Mletzko aus. Besonders Familie Günter Motzko setzte sich für dieses Glaubenszeichen am Wegesrand ein. Herr Motzko übernahm die Planung und Organisation der Durchführung. Die Steine holte er sich aus einem Anröchter Steinbruch. Der Korpus wurde bei einem süddeutschen Künstler gekauft.

 

Fast alle Bewohner der Friedlandsiedlung packten tatkräftig mit an, so daß am Sonntag, dem 15. Mai 1983, nach dem Hochamt die Segnung des neuen Kreuzes durch Pfarrer Clemens Hillmann stattfinden konnte. Der Männergesangverein und der Frauenchor sowie die Ansprache von Herrn Bernhard Lübbers gaben der Feier einen festlichen Rahmen.

 

 

Dieses Kreuz steht stellvertretend für all die Kreuze, die die Familien in ihrer alten Heimat zurücklassen mußten und die sie auf dem beschwerlichen Weg der Vertreibung haben tragen müssen.

 

 

Über dem Korpus sind die Buchstaben  I N R I angebracht.

 

Auf der Platte des Sockels sind die Worte Jesu aus dem Johannesevangelium (14,6) geschrieben:

 

 

„Ich bin der Weg,

 

die Wahrheit und das Leben.“

 

1983

 

 


Bildstock des Monats September 2020

Hovestadt – Ida-Statue im Althof

 

Am 4. September ist der Namenstag von Ida und ihr Todestag im Jahre 825.

 

Traditionell ist dann alljährlich die Ida-Woche in Herzfeld und am Wallfahrtssonntag versammeln sich an der Ida-Statue im Althof am Schlosspark von Schloss Hovestadt die Wallfahrer aus Ostinghausen, die den kleinen Ida-Schrein mitbringen, Bettinghausen, Schoneberg und Hovestadt, um weiter nach Herzfeld zu ziehen.

 

Die steinerne Ida-Statue wurde im Jahre 1953 von dem Bildhauer Graf Bernhard von Plettenberg (1903 - 1987) geschaffen; er ist ein Onkel von Friedrich-August Graf von Plettenberg.

 

Nach dem Krieg lebte und arbeitete von Plettenberg in Lohe bei Lippstadt.

 

 

 


Wegekreuz des Monats August 2020

Hovestadt – Hiltermanns Kreuz – Versöhnungskreuz

 

Hiltermanns Kreuz in Hovestadt an der Nordwalder Straße 6 steht auf dem Grundstück von Franz Thiemann. Nach dem Kauf des Grundstückes 1950-52 versetzte man es um einige Meter nach rechts. Der Kreuzbalken aus Eiche wurde von Franz Thiemann erneuert, der Korpus aus Metall ist erhalten geblieben.

 

Das Kreuz wird auch als Versöhnungskreuz bezeichnet:

 

Dr. Hiltermann und Franz Gödde hatten sich um ein Wegerecht gestritten. Die vorderen Grundstücke an der Nordwalder Straße gehörten Dr. Hiltermann, das dahinter liegende Gelände Franz Gödde. Bei einem Treffen machte Franz Gödde den Vorschlag, den Streit beizulegen mit der Auflage, Dr. Hiltermann solle an dieser Stelle ein Wegekreuz errichten. So entstand Hiltermann Kreuz.

 


Wegekreuz des Monats Juli 2020

Bünninghausen - Wegekreuz Frerich, Bünninghauser Str. 3

 

Am Feldweg zur ehemaligen Gemeindehude (Weideplatz) hat die Familie Dr. Günther Frerich, Bünninghauser Str. 3, ein Wegekreuz aufgestellt.

 

Der Vorbesitzer, Philipp Frerich, ließ 1870 erstmalig ein Steinkreuz errichten. Bei der Aufteilung der Heide wurde der Familie Frerich (früher Stallheinrich) durch den Vermessungsrat Schoppmann der Stellplatz für die Errichtung eines Wegekreuzes zugeteilt.

 

Am Sockel ist eine Tafel mit einer Inschrift angebracht:

 

„Steh, Wanderer, still auf deinem Pilgerpfad, es grüßt dich hier des Kreuzes hehres Bild.
Lass nicht vergebens dich zum Beten laden, schau an das Antlitz schmerzvoll und doch mild.
Gottes Sohn am Kreuze trägt fremde Schuld.
Trage, Mensch, auch du dein Kreuzlein mit Geduld.“

 

Der Anstreicher und Rentner Paul Bock hat Ende der 90ziger Jahre das Kreuz renoviert und Familie Frerich hat es 2004 vollständig erneuert.


Bildstock des Monats Juni

Anepoths’s Bild – als Strahlen-Madonna

 

Der Hof Anepoth wurde schon im 17 Jh. (1659) im Lippborger Kirchenregister erwähnt. Bereits 1805 heiratete sich ein Georg Langerbein aus der Lippborger Bauerschaft Osker ein, doch blieb der Hofname Anepoth im Volksmund erhalten. Anepoth bedeutet: an den Pothen (Kuhlen) auf einem welligen Weideland (Flurnamen: Welland, Weedeland). Vor einigen Jahren ging der Hof in den Besitz der Familie Werner Hoffmeier aus Lippborg über, die den Betrieb als Rindvieh-Weidebetrieb bewirtschaftet.

 

Mitglieder der Kolpingsfamilie renovierten 2009 den Bildstock.
Adresse: Herzfelder Straße, 59510 Lippetal-Lippborg


Wegekreuz des Monats Mai

Wegekreuz Nübel in Heintrop, Bauernstraße 31

 

 

 

Das Wegekreuz der Familie Franz Theo Nübel, Bauerstraße 31, in Heintrop wurde in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts an der Kreuzung Buschstraße / Natelner Straße nach Welver aufgestellt.

 

Das sogenannte „Ebertskreuz“stand früher unter zwei Linden. Der Korpus wurde 1983 gestohlen. Eine kleine Tafel mit der Aufschrift „Von Frevlerhand entwendet“ wurde angebracht.

 

Der Hobbyschnitzer Willi Arns aus Niederbauer fertigte aus einem etwa 100 Jahre alten Eichenbalken die neue Christusfigur. Heimatfreunde aus Oestinghausen renovierten das Kreuz und die Inschrift unter der Abdeckung „Vater, in deine Hände“.

 

Unter der Anteilnahme von vielen Gläubigen segnete Pfarrer Gisbert Schickentanz am 15. April 2000 das Wegekreuz.

 

Das Kreuz ist alljährlich eine Station bei der Fronleichnamsprozession.

 

Auf dem Sockel des Kreuzes steht geschrieben:

 

„Im großen Tempel der Natur

 

siehst du des lieben Gottes Spur.

 

Doch willst du ihn noch größer sehn,

 

so bleib an seinem Kreuze stehn!

 

Errichte von den
Eheleuten Theodor Nübel
und Maria, geb. Florer

 

A.D. 1957

 


Bildstock des Monats April

 

Das Firmkreuz, Dabrock, in Lippborg

 

Das Firmkreuz am Dabrock in Lippborg ist 2006 von den Firmlingen der Kirchengemeinden Ss. Corneliuas und Cyprianus Lippborg und von St. Ida Herzfeld gebaut und in einer gemeinsamen Aktion zwischen den  Gemeinden/Dörfern – fast genau auf der Grenze – aufgestellt worden. Damit sollte das Aufeinanderzugehen der beiden Kirchengemeinde auf dem Weg zur Fusion unterstützt werden.

Am 01.01.2012 wurde die neue Pfarrgemeinde St. Ida in Herzfeld und Lippborg gegründet.


Bildstock des Monats März

 

Friedenkreuz der Familie Wilhelm Arns, Am Sandweg 3

 

Nach dem deutsch-französischen Krieg wurden 1872 das Friedenskreuz und die Friedenseiche von der Familie Wilhelm Wessel am Zufahrtsweg zum Hof aufgestellt.

Ende des Zweiten Weltkrieges wurde der erste Metallkorpus entwendet und als Metallschrott verarbeitet.

Ein neuer Eichenkrpus wurde von der Firma Düchting, Soest, angefertigt.

Die Kreuzanlage wird heute liebevoll von der Familie Willi Arns gepflegt.


Bildstock des Monats Februar


Ida-Bildstock, Diestedder Straße

(zwischen Haus-Nr. 17 und 19)

Ältestes Glaubenszeugnis am Wegesrand in Herzfeld

 

Anlässlich der Jubiläumsfeier 1980 zur 1000-jährigen Heiligsprechung Idas wurde der Bildstock bei Brasse restauriert. Besonders die Familien Brasse, Schwartze und Schlütting setzten sich für den Erhalt des Heiligenhäuschens ein. Die Arbeiten führte die Firma Düchting aus Soest nach Rücksprache mit dem Denkmalamt Münster aus. Ungewöhnlich ist die farbliche Gestaltung, die aus alten Vorlagen übernommen wurde. Den größten Teil der Kosten spendeten die Anwohner der „Kirmes“, so die alte Bezeichnung der Diestedder Straße. Einen Teil übernahmen das Denkmalamt und auch der Gewerbeverein Herzfeld.

 

Bei der Restaurierung wurde der jetzige Standort gewählt; zuvor stand er zeitweise bei Brasse vor dem Haus und dann auch neben dem Haus. 2007 wurde das Heiligenhäuschen von Heinz Brasse und seinem Schwager erneut überarbeitet. Familie Brasse pflegt den Bildstock seit mindestens drei Generationen.

Heute ist der Bildstock im Besitz der Familie Tassis.

Der Bildstock wurde von Friedrich Uhle und Wilhelmine Ferie am 9. März 1771 errichtet. Auf dem Sockel steht unten:

Hoc Opus, Ida tuae laudi, ne diva patrona sperne, tibi ponunt sacro Fervore Clientes: Friederich Uhle et Wilhemina Ferie – conjuges – A 1771 – 9. März

Deutsch: Dieses Bauwerk, Ida, das du, unsere Fürsprecherin bei Gott, nicht verschmähen mögest, errichten dir zu deinem Lobe mit heiligem Eifer Friederich Uhle und Wilhelmine Ferie, Eheleute, im Jahre 1771 am 9. März.

 

Alljährlich ist hier eine Segensstation bei der Brand- und Hagelprozession (Gelöbnis nach dem Dorfbrand von 1833).